Sternenkind Kilian

GEDICHTE


Wenn Du bei Nacht den Himmel anschaust,
wird es dir sein, als lachten alle Sterne,
weil ich auf einem von ihnen wohne,
weil ich auf einem von ihnen lache.
Und wenn du dich getröstet hast,
wirst du froh sein, mich gekannt zu haben.
Du allein wirst Sterne haben,
die lachen können!...

Antoine de Saint-Exupéry

Sternenkind

Sternenkind wirst du genannt,
denn niemals mehr kann dich erreichen
deiner Eltern tröstende Hand.
Sternenkind das zu früh musste gehn,
dein Seelenlichte
ist nun am strahlenden Nachthimmel zu sehen.
Sternenkind du bist in aller Herzen
auch wenn dein Weggang
bereitete so große Schmerzen.
Sternenkind erhell unsere Nacht
damit der Schmerz der Eltern
wird gelindert durch deine sanft strahlende Macht.
Sternenkind du bist aller Herzen so nah
doch niemals wird es so sein
wie es früher einst war.

Mein Kind

Mein Kind- ich kenne dein Gesicht- ohne je die Farbe deiner Augen gesehen zu haben.
Ich spüre noch immer deine Berührungen- ohne dass mich deine kleinen Hände je gestreichelt haben.
Ich sehe deinen kleinen Mund vor mir- ohne dass ich ihn je Mama sagen hörte.
Ich hielt dich in meinen Armen- ohne dich je in den Schlaf gewiegt zu haben.
Ich habe dich geboren- ohne dir das Leben geschenkt zu haben.

Hoffnung

Du kannst Tränen vergießen,
weil er gegangen ist,
oder lächeln,
weil er gelebt hat.

Du kannst deine Augen schließen
und beten, dass er wiederkehrt,
oder du kannst die Augen öffnen
und all das sehen,
was er hinterlassen hat.

Dein Herz kann leer sein,
weil du ihn nicht mehr sehen kannst,
oder du kannst voller Liebe sein,
die ihr geteilt habt.

Du kannst dich vom Morgen abwenden
und gestern leben,
oder du kannst morgen glücklich sein,
wegen dem Gestern.

Du kannst dich an ihn erinnern,
nur daran, dass er gegangen ist,
oder du kannst sein Andenken bewahren
und es weiter leben lassen.

Du kannst weinen und dich verschließen,
leer sein und dich abwenden,
oder du kannst tun was er gewollt hätte:
Lächeln, deine Augen öffnen, lieben und weitermachen

 

Wer sagt, ich kanns verstehen,
sie fehlt dir halt so sehr
und kennt die Schmerzen selbst nicht,
sagt besser gar nichts mehr.

Wie will er denn verstehen,
steckt nicht in meiner Haut,
kennt nicht den Strick um meinen Hals,
der mir den Atem raubt.

Ich weiß, sie wollen helfen,
mit Worten gut gemeint
doch ist das keine Hilfe,
wenn man nicht mit mir weint.

Und andre schweigen einfach,
weil sie so hilflos sind.
Sie wollen mich nicht verletzen,
doch töten so mein Kind.

Ich will nicht euer Beileid,
das so kein Trost mir ist.
Was ich brauch ist ein Herz,
das nie mein Kind vergisst.

Ja, Trost das wär so einfach,
die Nähe, die entsteht,
bei dem Versuch zu trösten,
wenn man den Weg gemeinsam geht.

(Verfasser unbekannt)

 

 

www.kilian-kobe.de